Bürgerverein Schönefeld e.V.
gegr. 1991

Historische Gebäude in Schönefeld

Die Wassermühle an der Ossietzky-/ Zeumerstraße wurde 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde 1547 während des Schmalkaldischen Krieges und 1813 während der Völkerschlacht zerstört. Bis 1928 war die Wassermühle in Betrieb.

Ein Herrenhaus wurde erstmals 1604 von der Familie Thümmel, langjährigen Besitzern des Gutes Schönefeld, auf dem Rittergutsgelände errichtet. Hier übernachteten Wallenstein und der Marschall Ney, und vielleicht ist manchem noch der Name Moritz August von Thümmel (1738-1817) ein Begriff. Der Autor, der in dem Herrenhaus zu Schönefeld das Licht der Welt erblickte, wurde von Goethe geschätzt und zählte lange Zeit als einer der bedeutendsten deutschen Klassiker der Literatur. Nachdem das Herrenhaus während der Völkerschlacht zerstört wurde, ließ die Baronin Eberstein 1871-76 das Schloss errichten, das bis heute steht.

Der erste Bau der Schönefelder Gedächtniskirche (vermutlich aus dem 13. Jahrhundert) wurde erstmals 1526 im Kontext eines Kirchenbrandes erwähnt. Im folgenden Jahr wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1753 wurde die Kirche um barocke Elemente erweitert und erneuert. Bis 1820 wurde das in der Völkerschlacht zerstörte Gotteshaus im klassizistischen Stil und ausgestattet mit einer neuen Orgel nach Plänen des Leipziger Zimmermanns Walther Friedrich wieder aufgebaut. 1869 und 1915/16 erfuhr die Kirche zwei Umbauten; bei letzterem wurde die Eingangshalle zur Gedächtnishalle der im Krieg gefallenen Soldaten umfunktioniert, weshalb sie seit dem 19. März 1916 "Gdächtniskirche" genannt wurde.

Das heute als Bürgeramt dienende Rathaus wurde in den Jahren 1904-05 errichtet, als noch nicht abzusehen war, dass Schönefeld neben den anderen randstädtischen Gebieten albsald eingemeindet werden würden.


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